Leben ist Bewegung - Naturheilpraxis Heike Pickert

Ich bin mit Leib und Seele Heilpraktikerin. Ich sehe diesen Beruf als Berufung und jeden Tag bin ich aufs neue erstaunt, welche Möglichkeiten der Veränderung und Heilung sich meinen Patienten und mir erschließen. Seit dem Jahre 1997 praktiziere ich in der Nähe von Itzehoe. Meine vier Kinder (ein Mädchen, drei Jungen) zeigten mir mit ihrem Aufwachsen, daß es keinerlei Routine, sondern nur Spontaneität und individuelle Entscheidungen im Leben gibt.

Ihre Infekte, Fieber, Konzentrationsstörungen zwangen mich zu einer Wahl zwischen härteren Medikamenten oder der Stärkung der Selbstheilungskräfte und damit der Persönlichkeit. Ich habe mich für die Naturheilkunde entschieden und ich habe es keine Sekunde bereut, denn dadurch mußte auch ich genauer hinsehen, mich mit der Krankheit auseinandersetzen, sie annehmen und begleiten, aber nicht bekämpfen.

Während meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin begegnete ich der Osteopathie, genauer der cranio-sacralen Körpertherapie und meinem ersten Dozenten Tom Esser. In diese Methode der sanften Körperarbeit verliebte ich mich sofort und ich begriff die Einzigartigkeit jedes Menschen. Durch Tom lernte ich, mit meinen Händen zu sehen und zu "begreifen". Am Institut für angewandte Osteopathie IFAO in Berlin erlernte ich die Osteopathie in ihrer Gesamtheit.

Irgendwann wurde mir klar, daß nicht nur die Gegenwart, sondern auch die indirekte und direkte Vergangenheit eines Menschen starken Einfluß auf sein Leben nehmen. Die systemische Arbeit Bert Hellingers faszinierte mich und nahm fortan einen unverrückbaren Platz in meiner Arbeit und auch in meiner Sichtweise ein. Der Methode des Stellens von Familiensystemen habe ich im Laufe der Jahre eine eigene Form gegeben und sie so in meinem gefühlten Sinne für mich und meine Patienten verändert. Ich biete Familien- und Themenaufstellungen in Gruppen- und Einzelsitzungen an, zusammen mit meinem Lebens- und Praxispartner Werner Zeiss finden gemeinsame Systembrettaufstellungen statt.

In den Behandlungen unruhiger und schreiender Babies kam ich irgendwann an Grenzen. Nach schwierigen Geburten, vielleicht sogar notwendigen Eingriffen nach der Geburt oder auch Trennungen von der Mutter oder einfach dadurch, daß sich die Eltern nicht unterstützt fühlen, setzt sich ein Kreislauf in Gang, der nicht selten in Richtung einer Katastrophe steuert. Die Emotionelle Erste Hilfe, eine sanfte Form der Körperpsychotherapie und die Traumalösung, die ich bei dem Psychologen Thomas Harms in Bremen kennen- und schätzen lernte, bietet mir die Möglichkeit, mit der Mutter und dem Kind, aber auch mit dem Vater zu arbeiten und so die Bindung zu verbessern und zu erneuern.

Seit 1986 habe ich immer wieder nach einem künstlerischem Ausdruck meiner eigenen Themen gesucht. So sind Exponate in Form von Bildern und Skulpturen entstanden. Die Konfrontation mit der Krankheit schafft Schwere, mein Ausgleich besteht in leidenschaftlichem Tanzen. Golden-Retriever-Hündin Ayla sorgt dafür, daß ich viel spazierengehe. Wenn meine Zeit es zuläßt, meditiere ich gerne. Durch die Beschäftigung mit diesen Inhalten habe ich gelernt, tiefere Ebenen des Bewußtseins zu betreten und dort auch zu kommunizieren. Ich empfange die Gedankenbilder meiner erwachsenen Patienten, aber auch die der Kinder und Babies. Auf diese Weise erhalte ich oft einen achtsamen Blick auf das eigentliche Problem.

Seit Ende 2007 ergänzt mein Lebenspartner, der Lebens- und Familienberater Werner Zeiss, mein Praxisangebot. Unserer gemeinsamen Arbeit haben wir den Schwerpunkt "Bindung" gegeben, d. h. sowohl die Bindung zwischen Paaren als auch zwischen Eltern und Kindern, die den Dialog verloren haben.